Horton Plains

Man möchte es nicht glauben, aber auch auf Sri Lanka gibt es Minustemperaturen. Morgens um 06:00 Uhr kann es auf einer Höhe über 2000m empfindlich kalt sein. Unten am Meer sind es in der Nacht ca. 26°C und hier oben auch mal -1°C bis -2°C. So hat man auch in Sri Lanka die Möglichkeit, Raureif  bzw. aufsteigenden Nebel zu fotografieren.

Nach dem Sonnenaufgang ist die Show schnell zu Ende, die Wolken aus dem Tal steigen auf und die Sicht wird durch diesige Luft getrübt.

Gute, aber auch überlaufene Aussichtspunkte sind Big World’s End und Little World’s End mit einer grandiosen Aussicht – wenn es wolkenfrei ist.

Was ich schade fand war, dass trotz Rucksackkontrolle und Abnahme von Plastiktüten und Folien (auch von Getränkeflaschen) immer noch Leute dort ihren Müll wegwerfen. Was ist bitte so schwer daran, seinen Müll mitzunehmen und am Ausgang in die Mülleimer zu werfen?  Es geht mir nicht in die Birne wie die Leute eine möglichst unberührte Natur sehen wollen und sie dann im selben Atemzug zumüllen. Nach mir die Sintflut?

 

Horton-Plains-Nationalpark

Der Horton-Plains-Nationalpark ist ein Nationalpark im zentralen Hochland von Sri Lanka, den Central Highlands of Sri Lanka, in dem noch zwei weitere Schutzgebiete liegen, Peak Wilderness Sanctuary und Knuckles Mountain Range. Dieses hügelige Plateau in einer Höhe von 2100 bis 2300 Metern wird wegen seiner reichen Artenvielfalt als “Super-Biodiversitäts-Hotspot” bezeichnet. Viele der hier existierenden Arten sind endemisch. Die Central Highlands wurden am 31. Juli 2010 in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes aufgenommen, zusammen mit Papahānaumokuākea, einem Meeresschutzgebiet auf Hawaii.

Bedrohungen und Umweltschutz

Der Nationalpark wird von einer 1,6 km breiten gesetzlich festgelegten Pufferzone umgeben. Von den vermehrungsfreudigen Pflanzenarten wie Adlerfarn (Pteridium aquilinum) und Pennisetum spp. im Schutzgebiet ist vor allem der Stechginster (Ulex europaeus) ein Problem. Bis zum Jahr 2012 wurden 22 von den betroffenen 30 ha beseitigt. Die eingeführte Regenbogenforelle verdrängt möglicherweise endemische Fisch-, Amphibien- und Krustentierarten. Einige Sambarhirsche starben, weil sie Abfälle von Polyethylen gefressen hatten, daher dürfen Besucher keine Plastiktüten in den Park bringen; am Eingang wird das Gepäck nach PET-Flaschen durchsucht.

Horton Plains war zwischen 1831 und 1948, der Unabhängigkeitserklärung Sri Lankas, ein Jagdgrund auf Sambarhirsche, zu einem geringeren Maße wurden auch Elefanten und Wildschweine erlegt. Während dieser Zeit wurden tiefer gelegene Abhänge anfangs für Kaffeepflanzungen, später für Teeplantagen abgeholzt. Im Grasland baute man Kartoffeln an, doch wurde dies 1977 aufgegeben. Nachdem Horton Plains zum Nationalpark erklärt worden war, wandelte man diese Felder wieder in Wiesen um.

Tourismusbezogene Probleme wie Pflanzendiebstahl, Umweltverschmutzung durch Abfälle, Feuer und Lärm sind heute die hauptsächlichsten Aufgaben des Umweltschutzes. Edelsteinschürfung, Bauholzfällung, das Sammeln von Pflanzen für medizinische Zwecke, Wilderei und Touristenverkehr sind weitere Bedrohungen.

Eine erstmals 1978 beschriebene Gefahr stellt das Waldsterben dar. In einigen Gebieten, vor allem in den Außenbezirken, hat dies beinahe die Hälfte der Vegetation ereilt. Der Hauptgrund dafür ist Wassermangel, da Dürreperioden in den letzten Jahren häufiger auftreten. Eine Wiederaufforstung wird vom Frost behindert, der zunehmend stärker wird. Das Phänomen hat 22 Pflanzenarten betroffen, wovon Calophyllum walkeri am meisten leidet. Eine Studie vermutet, dass geringes Kalkvorkommen eine Übersäuerung des Bodens verursacht und erhöhte Giftkonzentration durch metallische Spurenelemente wie Aluminium das Pflanzensterben begünstigt, ebenso wie das Auslaugen von Nährstoffen.

-Quelle Wikipedia-

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